Wasserfilter für Wanderungen: Die perfekte Lösung für sauberes Trinkwasser unterwegs
Für Wanderer und Outdoor-Abenteurer gehört der Zugang zu sauberem Trinkwasser zu den wichtigsten Aspekten der Vorbereitung. Hier erfährst du, worauf du achten musst.

Für Wanderer und Outdoor-Abenteurer gehört der Zugang zu sauberem Trinkwasser zu den wichtigsten Aspekten der Vorbereitung. Besonders bei mehrtägigen Wanderungen oder abgelegenen Touren, bei denen die Wasserquellen begrenzt sind, stellt sich schnell die Frage: Wie sorge ich für sicheres Trinkwasser, ohne unnötig viel zu schleppen?
Dein Wasserbedarf bei Outdooraktivitäten
Der Wasserbedarf variiert je nach Aktivität, Wetterbedingungen und individuellen Faktoren wie Körpergewicht, Alter und Fitnesslevel. Es gibt jedoch allgemeine Richtlinien, die dir helfen können, deinen Wasserbedarf während Outdooraktivitäten besser einzuschätzen.
Dein individueller Wasserbedarf ist abhängig von deiner Kondition, der Art und Intensität deiner Outdooraktivität, der Höhenlage und vom Wetter. Selbst bei kaltem Wetter kann der Wasserbedarf erhöht sein und bei heißem Wetter liegt er schnell 50% höher als bei gemäßigtem Klima.
Wenn du zu wenig trinkst kann es wirklich gefährlich werden! Nimm also immer ausreichend Wasser mit. Spätestens seit dem ersten Code Red bei 7 vs Wild sollte jedem klar sein, welche Auswirkungen dehydrieren in abgelegenen Gebieten bedeutet. Hugo hatte zu wenig getrunken und musste dann evakuiert werden.
1. Wandern
- Empfohlene Menge: Etwa 2 bis 3 Liter pro Tag.
- Wenn du bei kühleren Bedingungen wanderst, reicht es oft, etwa 1 Liter Wasser für jede 3-4 Stunden Wanderung mitzuführen. Bei intensiveren Wanderungen in wärmeren Klimazonen solltest du den Bedarf auf etwa 1 Liter pro Stunde erhöhen, besonders bei langen Wanderungen.
2. Klettern
- Empfohlene Menge: Zwischen 2 und 3 Litern pro Tag, je nach Dauer und Intensität der Klettertour.
- Klettern erfordert viel Energie und Muskelarbeit, weshalb eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig ist. Beim Klettern in warmem Klima kann der Wasserbedarf höher sein, um den Schweißverlust auszugleichen.
3. Radfahren
- Empfohlene Menge: Etwa 500 ml bis 1 Liter alle Stunde.
- Radfahren ist eine sehr schweißtreibende Aktivität, besonders bei warmem Wetter. Achte darauf, regelmäßig kleine Mengen zu trinken, um eine konstante Hydration zu gewährleisten und deine Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.
4. Längere Outdoor-Aktivitäten oder Mehrtageswanderungen
- Wenn du eine längere Wanderung oder ein Outdoor-Abenteuer über mehrere Tage machst, solltest du ausreichend Wasser und gegebenenfalls Wasserfilter oder Aufbereitungstabletten mitnehmen. In solch einem Fall ist es empfehlenswert, mindestens 3 bis 4 Liter Wasser pro Tag einzuplanen, besonders wenn du nicht regelmäßig an einer Quelle Wasser auffüllen kannst.
- Bei mehrtägigen Touren benötigst du nicht nur sauberes Wasser zum Trinken, sondern auch zum Kochen, Waschen, Zähne putzen usw. was deinen Bedarf erhöht.
So sicherst du dir sauberes Wasser bei Outdooraktivitäten
Bei Eintagestouren ist es meistens kein Problem direkt genug Wasser einzupacken und mitzunehmen. Für einen Tag lässt sich der Wasservorrat noch gut tragen und wird im Laufe des Tages auch schnell weniger. Für unsere Tageswanderungen habe ich häufig den komplette Wasservorrat alleine für die Familie getragen, ohne das dies problematisch war.
Wasser für Mehrtagestouren wiegt schnell mehrere kg
Wenn du allerdings mehrere Tage unterwegs bist, wirst du schnell feststellen, dass dein Wasservorrat viele kg Gewicht beträgt und schnell das schwerste Gepäckstück in deinem Rucksack wird. Führt dich deine Tour täglich an Gaststätten, Hotels, Siedlungen, Campingplätzen oder Supermärkten vorbei kannst du deinen Vorrat täglich auffüllen und somit wie bei einer Tagestour nur den Eintagesvorrat mitführen.
Bei Touren in ablegenden Gebieten, bei denen du z.B. nur auf Trekkingplätzen zeltest oder sogar wild campst ist eine genaue Planung der Wasserversorgung erforderlich.
Gefahren bei Wasser aus der Natur: Was du beachten musst
Wasser aus natürlichen Quellen wie Flüssen, Bächen oder Seen mag auf den ersten Blick sauber und erfrischend wirken, doch es birgt häufig unsichtbare Gefahren. Bei der Planung der eigenen Wasserversorgung ist es daher wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein, die mit dem Trinken von Wasser aus der Natur verbunden sind. Bevor wir erklären, wie man das Wasser trotz dieser Gefahren trinkbar macht, schauen wir uns erst einmal die Gefahren an:
1. Bakterien
Natürliche Gewässer können mit schädlichen Bakterien kontaminiert sein, die zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen können. Zu den häufigsten Bakterien gehören:
- Escherichia coli (E. coli): Diese Bakterienart ist häufig in Fäkalien von Tieren und Menschen zu finden. Der Verzehr von mit E. coli kontaminiertem Wasser kann zu schweren Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall, Erbrechen und Bauchkrämpfen führen.
- Salmonellen: Ebenfalls Bakterien, die in kontaminiertem Wasser vorkommen können und ähnliche Symptome verursachen.
2. Protozoen und Parasiten
Protozoen wie Giardia oder Cryptosporidium sind mikroskopisch kleine Lebewesen, die in vielen Gewässern vorkommen können. Diese Parasiten sind besonders problematisch, da sie den Körper infizieren und eine Giardiasis (Wasserkoppen) oder Cryptosporidiose verursachen können. Symptome sind unter anderem Bauchkrämpfe, Durchfall und Übelkeit. Auch diese Parasiten sind in vielen abgelegenen Gewässern verbreitet.
3. Viren
Viren sind eine weitere Gefahr bei Wasser aus natürlichen Quellen. Sie sind oft schwer zu erkennen und können bei Kontakt mit verunreinigtem Wasser Krankheiten wie Hepatitis A oder Norovirus verursachen. Diese Viren gelangen durch fäkale Kontamination in Gewässer und stellen eine ernsthafte Bedrohung für Wanderer und Outdoor-Abenteurer dar. Daher solltest du immer Gewässer zum Trinken meiden, die z.B. an einer Kuhwiese vorbeifließen oder wenn weiter oben Nutztierwiesen sind.
4. Chemische Verunreinigungen
Nicht nur biologische Kontaminanten, sondern auch chemische Substanzen wie Schwermetalle, Pestizide oder Industriemüll können in Gewässer gelangen. Diese Chemikalien können aus landwirtschaftlichen Betrieben, Fabriken oder auch von illegalen Abfallentsorgungen stammen. Der Konsum von chemisch belastetem Wasser kann langfristige Gesundheitsprobleme verursachen, darunter Krebs, Nierenprobleme oder Schäden am Nervensystem. Liegt deine Outdooraktivität in einem (ehemaligen) Bergbaugebiet würde ich kein Risiko eingehen und selbst gefiltertes Wasser davon nicht trinken.
5. Algenblüten und Toxine
In stehenden Gewässern wie Teichen und Seen können sich Algenblüten bilden, die giftige Toxine produzieren. Diese Toxine können sowohl für den Menschen als auch für Tiere gefährlich sein. Der Kontakt mit solchem Wasser kann zu Hautausschlägen und Vergiftungen führen, und das Trinken davon kann zu Leberschäden, Durchfall oder anderen schweren Symptomen führen.
6. Schmutz und Sedimente
Auch wenn das Wasser klar aussieht, können Schwebstoffe und Sedimente gesundheitsschädlich sein. Sie können nicht nur den Geschmack und die Klarheit des Wassers beeinträchtigen, sondern auch Mikroorganismen oder Chemikalien transportieren, die das Wasser verunreinigen.
Methoden zur Wasseraufbereitung und Wasserfilterung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten Wasser aus Quellen und Bächen trinkbar zu machen. Hier gibt es sehr unterschiedliche Konzepte, die je nach Situation zum Einsatz kommen aber auch unterschiedliche Aufbereitungsergebnisse bieten.












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